Lebens- und Sozialberatung (Psychosoziale Beratung) ist ein in Österreich gesetzlich geregelter Gesundheitsberuf, bei dem das psychische Wohl des Menschen im Mittelpunkt steht.

Das „Impuls Pro“ – Logo ist das offizielle Logo und Qualitätssiegel der Berufsgruppe und darf nur von ausgebildeten Berater:innen genutzt werden. Es ist an eine umfassende Ausbildungsordnung, fachliche Erfahrung sowie Ausübungsregeln und laufende Fortbildung gebunden.
Selbstverständlich gilt bei allen Beratungsformen höchste Verschwiegenheits- und Vertraulichkeitspflicht.
WANN IST BERATUNG SINNVOLL?
Es gibt Situationen, in denen man nicht mehr so recht weiterweiß.
Anlass dafür, dass Menschen Beratung suchen, sind oft:
- aktuelle Herausforderungen
- akute Belastungen (Leidensdruck)
- Ratlosigkeit
Auch
- Veränderungswünsche
- Bedürfnis nach Orientierung und Reflexion
- Bedürfnisnach persönlicher Entwicklung
- Wunsch, Ziele zu setzen und zu erreichen
motivieren Menschen, sich beraten zu lassen.
WIE ARBEITEN BERATER:INNEN?
Lebens- und Sozialberater:innen betrachten die Gesundheit und das Wohlergehen eines Menschen im Spiegel
- von Psyche, Geist und Körper
- der Zusammenhänge und Umstände, die sein Leben wesentlich beeinflussen
- seiner Vielschichtigkeit und Einzigartigkeit als Mensch.
Die Person wird von uns
- in der Entwicklung von Zielen, Perspektiven und Strategien
- in der Nutzung der eigenen Ressourcen
- bei Entwicklungsschritten
- auf der Suche nach Lösungen und neuen Wegen
begleitet und unterstützt.
Aktuellen Ereignisse werden in der Beratung in ein Gesamtbild der Umstände gebracht, die das Leben des jeweiligen Menschen gerade maßgeblich beeinflussen. Das umfassende, längerfristige Wohl des Menschen steht im Mittelpunkt. Beratung bedient sich dabei eines breiten Theorie- und Methodenspektrums. Die wichtigste Methode ist das Gespräch.
Psychosoziale Berater:innen sind zur regelmäßigen Fortbildung sowie zur Supervision über ihre Beratungstätigkeit verpflichtet.
WAS IST PSYCHOSOZIALE GESUNDHEIT?
Der Fachbegriff für dieses Gesamtbild auf Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen ist „Psychosoziale Gesundheit“. Dieses Gesundheitsverständnis geht weit über die Abwesenheit von Krankheiten hinaus. Es umfasst, dass du dich wohl und selbstwirksam fühlst, soziale Kontakt hast, Chancen in deinem Leben ergreifen und dich erholen und entspannen kannst. Die Weltgesundheitsorganisation definiert
Psychosoziale Gesundheit als Zustand des Wohlbefindens, in dem ein Mensch seine Fähigkeiten ausschöpfen, die alltäglichen Sorgen bewältigen, produktiv arbeiten kann und imstande ist, etwas zu seiner Gemeinschaft beizutragen. Sie wird auch seelische Gesundheit, mentale Gesundheit oder psychische Gesundheit genannt1.
Die Berechtigung zur Psychosozialen Beratung befähigt auch dazu, Supervisionen und Coaching anzubieten. Dies sind spezielle Formen der Beratung (mehr dazu unter Angebot)
Um andere psychosoziale Berater:innen zu supervidieren ist zusätzlich eine spezielle Fortbildung erforderlich. Ebenso darf man Angebote zur Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung anbieten.
Wichtig zu sagen ist, dass Beratung und Therapie unterschiedliche Dinge sind! An ärztlichen bzw. psychotherapeutischen Diagnosen im psychischen Bereich – beispielsweise Burnout, Depression etc. – wird von Beratern somit nicht gearbeitet werden. Die Therapie obliegt Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen, welche spezielle und genau darauf spezialisierte Ausbildung und Expertise haben. Was unter Umständen sinnvoll sein kann, ist therapiebegleitende Beratung in Bereichen, die in der Therapie nicht intensiv bearbeitet werden, aber dennoch im Leben des / der Betroffenen eine wichtige aktuelle Rolle spielen (z.B. Berufsorientierung, Bewerbung, etc.).
Nähere Informationen zum Berufsbild finden Sie hier:
Berufsbild Psychosoziale Beratung
Website des Fachverbands Personenberatung und Personenbetreuung
- Beim Gesundheitsministerium kannst du mehr darüber nachlesen: https://www.oesterreich.gv.at/themen/hilfe_und_finanzielle_unterstuetzung_erhalten/2/psychosoziale-gesundheit.html ↩︎